Burghauser Anzeiger vom 03.05.2014
Ärger um bevorstehende Kandidatur
Zweiter Bürgermeister: Zwei Bewerber der Niedergerner Liste

Haiming. Die konstituierende Gemeinderatssitzung am kommenden Montag um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses wirft bereits jetzt ihre Schatten voraus. Der Grund dafür ist die Wahl des Zweiten Bürgermeisters, die Teil der Sitzung ist. Diese hat bereits im Vorfeld für Unmut innerhalb der Niedergerner Liste gesorgt, denn es wird zwei Bewerber für das Amt geben: den Bürgermeisterkandidaten Georg Sewald und den bisherigen Zweiten Bürgermeister Josef Pittner. Das haben beide Kandidaten gegenüber dem Anzeiger bestätigt.

"Ich bin schon etwas enttäuscht, vor allem, da der Gegenkandidat von der eigenen Liste kommt", sagt Georg Sewald. Auch wenn der Vorschlag, Josef Pittner zur Wahl aufzustellen, nicht von Mitgliedern der eigenen Liste, sondern von der CSU-AWG kommen werde. "Den Vorschlag wird der Bürgermeister am Montag unterbreiten", sagte auch Josef Pittner. Darauf habe man sich in Gesprächen verständigt.

Die Niedergerner Liste sei keine homogene Liste. Das war auch im Wahlkampf immer wieder mit Verweis auf die Individuen auf der Liste betont worden. Dieser Tatsache sei es geschuldet, dass heuer zwei Kandidaten derselben Liste für das Amt des Zweiten Bürgermeisters antreten. Er habe nach wie vor Interesse daran, das Amt auszuüben, so Pittner. "Letztendlich ist die Wahl des Zweiten Bürgermeisters demokratisch", betont er.

Dass die CSU-AWG am Montag den Vorschlag unterbreiten wird, Josef Pittner zum Zweiten Bürgermeister zu wählen, wollte Markus Niedermeier, Vorsitzender des CSU-Ortsverbands, gegenüber dem Anzeiger nicht bestätigen. "Wir haben intern diskutiert und verschiedene Aspekte besprochen, die für verschiedene Kandidaten sprechen. Ich respektiere, dass das am Montag eine geheime Wahl ist."

In Josef Pittner als zweitem Kandidaten für das Amt des Zweiten Bürgermeisters sieht Georg Sewald den Wählerwillen nicht respektiert. Die Chance, bei diesem Vorschlag der CSU-AWG gewählt zu werden, sieht er als nicht gegeben.



Liebe Niedergerner,

dank eures großen Vertrauensbeweises bei der Bürgermeisterwahl (knapp 46 %) und dem drittbesten Ergebnis, als Kandidat für den Gemeinderat, habe ich mich entschlossen als zweiter Bürgermeister zu kandidieren. Durch die hohe Akzeptanz aus der Bevölkerung und durch das absolute Vertrauen, sollte die Wahl zum 2ten Bürgermeister ohne Probleme ablaufen.


Zumal die gewählten Gemeinderäte die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde respektieren und dem Votum an meine Person große Anerkennung aussprechen! Auf dieser Basis sollte meine Kandidatur nur noch Formsache sein.


Die Legitimation, der Herausforderung mich für das Amt zur Verfügung zu stellen, kommt von eurer Seite und diese nehme ich gerne an. Der zweite Bürgermeister der Gemeinde wird am 05.05.2014 durch die gewählten Gemeinderäte bestimmt. Aber auch hier gilt der Grundsatz der Fairness, sowie im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt. Die Aussage des gewählten Bürgermeisters Wolfgang Beier in der PNP vom 17.03.214 Zitat: "Die Fairness sie ist der große Gewinner dieser Wahl“ sollte auch für die Wahl seines Stellvertreters gelten.

Anstand und Fairness muss der Wegbegleiter für die nächsten sechs Jahre sein, denn nur im Team kann großes geleistet werden, zum Wohle und im Sinne der Bürger, die uns als ihre Vertreter gewählt haben.

Mit freundlichem Gruß